PAP-Abstrich

Der PAP-Abstrich ist ein Krebsabstrich und heisst so, weil er von einem Arzt namens Papanicolaou entwickelt wurde. Beim Krebsabstrich werden während der gynäkologischen Untersuchung mit einem Holzstäbchen Zellen vom Gebärmutterhals abgestrichen – das ist schmerzlos –  und in ein Labor eingeschickt. Dieses untersucht die Zellen und und stellt fest, ob sie normal oder entzündlich verändert sind und ob Zellen von Krebsvorstufen vorhanden sind.

Der PAP-Abstrich verfolgt das Ziel, Krebsvorstufen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Dank dieser Untersuchung konnte in den letzten 40 Jahren die Zahl der Todesfälle wegen Gebärmutterhalskrebs deutlich reduziert werden.

Krebsvorstufen und Gebärmutterhalskrebs entstehen immer durch Infektionen mit Human-Papilloma-Viren (Viren, die ähnlich sind wie Warzenerreger). Mit diesen steckt man sich vor allem durch Geschlechtsverkehr an (siehe HPV-Infekt).

Regelmässige Durchführung ist wichtig

Der PAP-Abstrich sollte regelmässig bei allen Frauen erfolgen von dem Moment an, wo sie Geschlechtsverkehr haben bis ins Alter von 70 Jahren. In dieser Zeit wird der Krebsabstrich von der Krankenkasse alle 3 Jahre ohne Selbstbehalt übernommen. Alle zusätzlichen Untersuchungen sind allerdings nicht eingeschlossen. Sie werden zwar von den Kassen bezahlt, haben jedoch einen Selbstbehalt.

Wenn bei dir solche HPV-Veränderungen im Krebsabstrich festgestellt wurden, ist dies noch kein Grund zur Beunruhigung. Meist sind die Veränderungen nur vorübergehend und heilen von selbst wieder ab. Aber es ist notwenig, den Krebsabstrich in kleineren zeitlichen Abständen zu wiederholen, um eine Verschlimmerung rechtzeitig zu erkennen.

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